Wofür lohnt sich die Google Search Console bei Webshops?

Blog / SEO

Wofür lohnt sich die Google Search Console bei Webshops?

Aktualisiert: 2026 · 11 Min. Lesezeit

Als Betreiber eines Webshops weißt du in der Regel, wie viele Bestellungen eingehen, welche Produkte sich am besten verkaufen und was die Anzeigen kosten – darüber, wie der Webshop in der Google-Suche abschneidet, weißt du dagegen oft weniger. Dabei lohnt es sich zu beobachten, bei welchen Suchanfragen die Produkte erscheinen, welche Kategorien wenig Besucher anziehen und wo sich der organische Traffic noch steigern ließe.

Dabei hilft die kostenlos nutzbare Google Search Console. Mit ihr kannst du nachsehen, über welche Suchanfragen Besucher kommen, wie sich die Sichtbarkeit einzelner Seiten verändert und ob es technische Fehler gibt, die die Indexierung behindern. Aus den Daten kann sich auch ergeben, zu welchen Themen du neue Inhalte erstellen solltest oder welche Produktseiten Verbesserungen brauchen.

Mit den SEO- und Content-Management-Funktionen von Sellvio lassen sich diese Verbesserungen leichter umsetzen. Die Daten der Search Console helfen dir zu entscheiden, wo du zuerst eingreifen solltest – so baut die SEO-Arbeit nicht bloß auf allgemeinen Empfehlungen auf, sondern auf der tatsächlichen Leistung des Webshops und den Suchgewohnheiten der Käufer.

Was zeigt dir die Google Search Console?

Klären wir zuerst, wozu die GSC überhaupt gut ist. Das System unterstützt die Suchmaschinenoptimierung von Webshops in zwei wichtigen Bereichen: Einerseits zeigt es, wie deine Seiten in den Google-Ergebnissen abschneiden, andererseits weist es auf technische Probleme hin, die das Crawlen und Indexieren der Webshop-Inhalte behindern können.

Der Leistungsbericht enthält vier grundlegende Kennzahlen. Die Zahl der Klicks zeigt, wie oft Besucher aus der Google-Suche gekommen sind, die der Impressionen, wie häufig deine Seiten in den Ergebnissen auftauchten. Die Klickrate (CTR) drückt das Verhältnis von Klicks zu Impressionen aus, während die durchschnittliche Position ein Bild von der Platzierung deiner Treffer in der Suche gibt. Die Daten lassen sich nach Suchbegriffen, Zielseiten, Ländern, Gerätetypen und Zeiträumen auswerten – damit bietet die Search Console weit mehr als eine einfache Besucherstatistik. Mit ihrer Hilfe erkennst du schwächer performende Seiten und triffst fundiertere Entscheidungen über die nächsten SEO-Maßnahmen.

Unbedingt erwähnen müssen wir, dass die Search Console weder Google Analytics 4 noch die Geschäftsauswertungen des Webshops ersetzt. Die GSC zeigt vor allem die in der Google-Suche erzielte Leistung, nicht aber den Umsatz der einzelnen Produktkategorien. Wertest du Such- und Verkaufsdaten jedoch gemeinsam aus, siehst du gut, in welchen Bereichen geschäftliches Potenzial steckt.

Keyword-Recherche aus den Daten des eigenen Webshops

Wir betonen oft, dass du dich bei der Keyword-Recherche nicht ausschließlich auf Tools verlassen musst, die Suchvolumen schätzen – die Google Search Console zeigt nämlich auch, bei welchen Suchbegriffen dein eigener Webshop tatsächlich erschienen ist. Daraus ergeben sich oft Chancen für die Content-Entwicklung, an die du vorher gar nicht gedacht hast.

Die „Hochbeet“-Kategorie eines Garten-Webshops kann zum Beispiel auch bei Suchanfragen wie „Hochbeet Maße“, „Hochbeet aufbauen“ oder „welches Hochbeet kaufen“ erscheinen. Daran lässt sich gut ablesen, auf welche Fragen die Käufer Antworten suchen, bevor sie bestellen. Auf Basis solcher Begriffe kannst du die Kategoriebeschreibungen erweitern, Kaufratgeber oder neue Blogartikel erstellen. Mit internen Links zu den passenden Produkten führst du die Interessenten zudem leichter zu den richtigen Angeboten.

Die bearbeitbaren Produkt- und Kategoriebeschreibungen, die Blogfunktionen und die KI-gestützten Content-Tools von Sellvio erleichtern diese Arbeit. Und anhand der Search-Console-Daten kannst du dich vor allem auf die Themen konzentrieren, für die bereits sichtbares Suchinteresse besteht.

Viele Impressionen, wenige Klicks?

In der Search Console lohnt es sich, die Seiten herauszusuchen, die häufig in den Google-Ergebnissen erscheinen, auf die aber trotzdem nur wenige klicken. Wenn eine Seite ansonsten gut platziert ist, lässt sich ihre Besucherzahl schon mit kleineren Anpassungen steigern.

Angenommen, eine Produktkategorie erzielt monatlich 15.000 Impressionen, ihre Klickrate (CTR) liegt aber nur bei 1,2 Prozent. Das bedeutet 180 Klicks. Gelänge es, die CTR auf 2,5 Prozent zu verbessern, kämen aus denselben Impressionen bereits 375 Klicks – also monatlich 195 Besucher mehr. Eine niedrige CTR bedeutet natürlich nicht zwangsläufig einen Fehler. Viel hängt von der Trefferposition, der Suchintention und davon ab, welche anderen Treffer oder Anzeigen auf der Seite erscheinen. Vergleiche deshalb Kategorien mit ähnlicher Platzierung und überarbeite bei Bedarf die SEO-Titel, die Meta-Beschreibungen oder den Seiteninhalt.

Die automatisch generierten und per KI vorgeschlagenen Metadaten von Sellvio lassen sich nachträglich bearbeiten, sodass du schwächer performende Seiten gezielt verbessern kannst. Die Ergebnisse prüfst du später in der Search Console – wobei Google nicht immer exakt den angegebenen Titel und die Beschreibung anzeigt.

Wenn Google deine Produkte nicht findet

Bei einem Webshop mit mehreren tausend Produkten kann es leicht passieren, dass ein Teil der wichtigeren Seiten gar nicht in den Google-Ergebnissen auftaucht. Denn nur weil eine Produktseite fertig und im Webshop erreichbar ist, landet sie noch nicht automatisch im Index der Suchmaschine. Google muss die betreffende URL erst finden und crawlen und wägt dann ab, ob es sich lohnt, sie in den Index aufzunehmen.

Was genau mit den einzelnen Seiten passiert, kannst du im Bericht „Seiten“ der Search Console prüfen. Dort siehst du neben den erfolgreich indexierten URLs auch jene, die aus irgendeinem Grund außen vor geblieben sind; dahinter können ein Serverfehler, eine falsch eingerichtete Weiterleitung, eine Noindex-Anweisung oder auch doppelte Inhalte stecken, und manchmal begegnest du auch selteneren Ursachen. Und als wäre das nicht genug, triffst du auch auf Seiten, die Google bereits entdeckt, teils sogar gecrawlt, aber trotzdem nicht indexiert hat.

Bei Webshops solltest du besonders auf die URLs achten, die durch Produktfilter und Sortieroptionen entstehen – dieselbe Produktliste ist oft unter mehreren verschiedenen Adressen erreichbar, etwa nach dem Filtern nach Preis oder anderen Eigenschaften. Diese Varianten müssen in der Regel nicht einzeln in der Suche erscheinen. Google kann dann eine kanonische URL auswählen, die es als primäre – oder bevorzugte – Version des betreffenden Inhalts betrachtet. Wichtig ist nicht, dass jede einzelne URL des Webshops in den Google-Index gelangt; viel wichtiger ist, dass die wirklich wertvollen Produktseiten, Kategorieseiten und sonstigen Inhalte auffindbar und indexierbar sind.

Die SEO-Funktionen von Sellvio vereinfachen mehrere technische Aufgaben; die Verwaltung der XML-Sitemap, der kanonischen URLs und der suchmaschinenfreundlichen URL-Struktur kann dazu beitragen, dass sich Google in den Inhalten des Webshops leichter zurechtfindet. Trotzdem solltest du die regelmäßige Kontrolle der Search Console nicht vergessen – dort siehst du nämlich, wie die Suchmaschine deine Seiten tatsächlich behandelt. Erscheint zum Beispiel ein wichtiges Produkt nicht in den Google-Ergebnissen, nutze als Erstes das URL-Prüftool. Du kannst nachsehen, ob die Seite im Index steht, welche Adresse Google als kanonisch gewählt hat und ob beim Crawlen ein Fehler aufgetreten ist. Nach der Behebung der gefundenen Probleme kannst du auch eine erneute Indexierung anfordern. Das garantiert zwar nicht, dass die Seite in die Suche aufgenommen wird, kann aber dazu beitragen, dass Google ihren Inhalt erneut prüft.

Warum musst du die XML-Sitemap kontrollieren?

Es ist kein Geheimnis: Das Sortiment eines Webshops ändert sich ständig; neue Produkte kommen hinzu, alte verschwinden, und nebenbei entstehen neue Kategorien und Blogbeiträge. Beim Entdecken dieser Seiten hilft Google die XML-Sitemap. Besonders nützlich kann sie bei größeren Webshops sein, in denen sich täglich mehrere hundert URLs ändern können. Wichtig ist aber: Dass eine Seite in der Sitemap steht, bedeutet noch nicht automatisch, dass Google sie auch indexiert.

Im Menüpunkt „Sitemaps“ der Search Console kannst du die Adresse der Sitemap angeben und auch prüfen, ob Google sie erfolgreich verarbeitet hat. Achte außerdem darauf, welche URLs darin enthalten sind. Hier gehören vor allem die Seiten hinein, die du in der Suche anzeigen lassen möchtest – und zwar unter ihrer korrekten, kanonischen Adresse.

Sellvio unterstützt die Verwaltung von XML-Sitemaps, sodass der Webshop-Betreiber damit weniger technische Arbeit hat – die Kontrolle in der Search Console ersetzt aber auch das nicht. Vor allem nach größeren Produktuploads, Kategorie-Umstellungen oder Änderungen an der Struktur des Webshops solltest du nachsehen, ob Google die Sitemap ordnungsgemäß verarbeitet.

Strukturierte Daten: Sieht Google deine Produkte richtig?

Jeder ist schon Google-Treffern begegnet, bei denen neben Titel und Beschreibung der Seite auch der Preis des Produkts, der Lagerbestand oder die Kundenbewertungen zu sehen sind. Bei Webshops können diese Informationen eine erhebliche Bedeutung haben. Der Käufer kann die Angebote schon in der Suche vergleichen und leichter entscheiden, welchen Webshop er besuchen möchte.

Damit Google diese Daten richtig interpretiert, ist der Einsatz strukturierter Daten wichtig. Die Auszeichnungen Product und Offer übergeben die produktbezogenen Informationen in standardisierter Form. Ob die Auszeichnungen in Ordnung sind, kannst du in den Berichten „Merchant listings“ und „Product snippets“ der Search Console prüfen. Dort erscheinen neben Fehlern auch die Mängel, wegen derer eine Produktseite für bestimmte erweiterte Suchergebnis-Darstellungen nicht infrage kommt.

Es kann zum Beispiel schon eine fehlende Pflichtangabe reichen, damit Google die betreffende Seite nicht in der gewünschten Form anzeigen kann. Hast du das Problem behoben, kannst du in der Search Console auch die Prüfung der Korrektur anstoßen und so verfolgen, ob Google die Änderungen akzeptiert hat.

Die Produktdaten-Funktionen und technischen SEO-Lösungen von Sellvio bieten eine gute Grundlage für den korrekten Einsatz strukturierter Daten. Unabhängig davon lohnt es sich, gelegentlich die Berichte der Search Console durchzusehen, denn ein unvollständig ausgefülltes Produktdatenblatt oder ein Fehler im Produkttemplate kann die Darstellung vieler Seiten betreffen. Rechne allerdings damit, dass auch fehlerfreie strukturierte Daten keine sichere Platzierung in den erweiterten Treffern garantieren – sie sind nur ein Teil des Gesamtbilds.

Shopgeschwindigkeit und Nutzererlebnis: Was zeigen die Core-Web-Vitals-Daten?

In einem langsamen Webshop geht den Käufern schnell die Geduld aus. Besonders auf dem Smartphone stört es, wenn eine Produktseite lange lädt, die Buttons verzögert reagieren oder Bilder und Texte während des Ladens hin- und herspringen. Diese Probleme können nicht nur das Einkaufserlebnis verschlechtern, sondern sich auch auf den Verkauf auswirken.

Der Core-Web-Vitals-Bericht der Google Search Console hilft mit drei wichtigen Kennzahlen, die Leistung der Seiten einzuschätzen. LCP (Largest Contentful Paint) zeigt, wie lange es dauert, bis das größte Inhaltselement erscheint; der angemessene Wert liegt bei höchstens 2,5 Sekunden. INP (Interaction to Next Paint) misst die Reaktionszeit der Seite, hier liegt die Obergrenze bei 200 Millisekunden. CLS (Cumulative Layout Shift) beobachtet unerwartete Layout-Verschiebungen, ein Wert von 0,1 oder darunter gilt als gut.

Google bewertet diese Daten anhand des 75. Perzentils realer Nutzermessungen. Die Search Console gruppiert ähnliche Probleme zudem in URL-Gruppen, sodass leichter auffällt, wenn zum Beispiel ein Teil der Produkt- oder Kategorieseiten Verbesserungen braucht.

Auch in Sellvio-Webshops solltest du diese Kennzahlen regelmäßig prüfen. Große Produktbilder, individuelle Designelemente oder externe Marketing-Tools können die Seiten trotz der Geschwindigkeitsoptimierung des Systems verlangsamen. Gute Core-Web-Vitals-Werte garantieren für sich genommen natürlich noch keine vorderen Google-Platzierungen, tragen aber auf jeden Fall zu einem schnelleren, komfortabler nutzbaren Webshop für die Besucher bei.

Nach Umzug und URL-Änderung ist die Search Console besonders wichtig

Beim Umzug eines Webshops auf ein neues System kann der zuvor erarbeitete organische Suchtraffic in Gefahr geraten. Wenn sich die Webadressen der Produkte und Kategorien ändern, musst du dafür sorgen, dass die alten URLs weiterhin zum passenden Inhalt führen. Dafür verwendet man in der Regel 301-Weiterleitungen, die du am besten schon vor dem Umzug planst. Die Google Search Console ist in dieser Phase besonders nützlich: Sie zeigt, wie sich die Suchleistung des Webshops verändert, und du kannst mit ihr auch die Indexierung der neuen Seiten kontrollieren. Achte vor allem auf die Produkt- und Kategorieseiten, die zuvor viele Besucher gebracht haben. Eine falsch eingerichtete Weiterleitung kann bei ihnen zu ernsten Traffic-Verlusten führen.

Vor der Umstellung auf das Sellvio-System solltest du deshalb anhand der Search-Console-Daten die wertvollsten URLs sammeln und dann prüfen, ob jeder von ihnen eine passende neue Adresse zugeordnet ist. So gehen beim Umzug die zuvor gut performenden Seiten mit geringerer Wahrscheinlichkeit verloren.

Auch nach der Umstellung solltest du den Prozess nicht sich selbst überlassen. Mindestens einige Wochen lang empfiehlt es sich, Indexierungsfehler, Weiterleitungen und die Entwicklung der Such-Klicks zu beobachten. Kleinere Traffic-Schwankungen können in dieser Zeit normal sein, einem anhaltenden Rückgang solltest du aber unbedingt nachgehen, bevor technische Probleme ihre Wirkung auch längerfristig entfalten.

Wie oft solltest du die Daten der Search Console ansehen?

Bei einem kleineren oder mittleren Webshop reicht es in der Regel, die wichtigsten Daten der Search Console einmal pro Woche durchzusehen. Dabei solltest du beobachten, wie sich die Zahl der Klicks aus Google entwickelt, welche Produkt- und Kategorieseiten gut abschneiden und ob neue Indexierungsfehler aufgetreten sind.

Monatlich lohnt sich eine gründlichere Auswertung, besonders bei der Leistung der Suchbegriffe und Zielseiten. Interessant können zum Beispiel die Seiten sein, die immer häufiger in den Google-Ergebnissen erscheinen, aber nicht proportional mehr Klicks gewinnen. Dann kann die Überarbeitung des Inhalts, des Seitentitels oder des in den Suchtreffern angezeigten Textes helfen.

Bei Webshops mit saisonalen Produkten musst du auch auf den Vergleich achten. Ein Garten-Webshop bekommt im Mai natürlich deutlich mehr Suchanfragen als im Februar, deshalb sind die Daten des Vormonats nicht immer die richtige Vergleichsbasis. Oft sagt es mehr aus, wenn du dir die Ergebnisse des gleichen Zeitraums im Vorjahr ansiehst.

Die Search Console zeigt die Chancen, Sellvio hilft, sie zu nutzen

Aus den Daten der Google Search Console lässt sich vieles herauslesen, das dir hilft, mehr Besucher aus der Suche zu gewinnen. Du siehst zum Beispiel, welche Seiten schwächer abschneiden als erwartet, mit welchen Begriffen die Käufer suchen und wo inhaltliche oder technische Verbesserungen nötig sein könnten. Erscheint eine Kategorieseite oft in den Treffern, wird aber selten angeklickt, lohnt sich ein Blick auf ihren SEO-Titel und ihren Inhalt. Aus häufig gesuchten Fragen können neue Blogartikel entstehen, und Indexierungsfehler können auf Probleme aufmerksam machen, wegen derer manche Produkte nicht bei Google erscheinen.

Die suchmaschinenfreundlichen URLs, bearbeitbaren Metadaten, Content-Management-Möglichkeiten und KI-gestützten Tools von Sellvio können die Behebung der aufgedeckten Schwachstellen erleichtern. Die Search Console zeigt, wo du eingreifen solltest – und im Webshop lassen sich die nötigen Änderungen umsetzen.

Mache die Search Console also zu einem festen Bestandteil deiner regelmäßigen Marketingarbeit, statt sie nur hervorzuholen, wenn ein technischer Fehler auftritt. Aus den Suchdaten können sich auch Entwicklungschancen abzeichnen, die dem Webshop langfristig mehr organische Besucher und Käufer bringen.

In der Praxis ausprobieren

Das meiste, was dieser Artikel beschreibt, ist in Sellvio eine Einstellung und kein Entwicklungsprojekt – und die ersten 30 Tage sind kostenlos.

Kostenlos testen