In einem Webshop sind von Zeit zu Zeit kleinere oder größere Änderungen nötig. Es kann vorkommen, dass ein Produkt einen neuen Namen bekommt, die Kategorien umgebaut werden, bestimmte Produkte aus dem Sortiment verschwinden oder der ganze Webshop auf ein anderes System umzieht. Daran ist an sich nichts auszusetzen – die alten URL-Adressen geraten dabei jedoch leicht in Vergessenheit. Dabei können über diese URLs noch Monate später Besucher aus den Google-Ergebnissen kommen, und auch auf anderen Websites und in den Lesezeichen der Käufer bleiben die früheren Verweise erhalten. Wenn diese plötzlich nicht mehr funktionieren, kann darunter auch der Suchtraffic leiden.
In solchen Situationen braucht es eine 301-Weiterleitung. Mit ihrer Hilfe gelangt der Besucher, der die alte URL aufruft, automatisch auf die neue, passende Seite, ohne dass er etwas tun müsste. Auch Google wird damit signalisiert, dass der Inhalt dauerhaft an eine neue Adresse umgezogen ist, wodurch sich ein erheblicher Teil des von der früheren Seite aufgebauten SEO-Werts bewahren lässt. Bei einem größeren Webshop kann davon besonders viel abhängen, denn bei einem Umbau können hunderte oder tausende URLs betroffen sein. Bleibt deren Behandlung aus, kann es beim organischen Traffic zu einem ernsten Einbruch kommen.
Das Einrichten der Weiterleitung selbst ist meist nicht kompliziert – gründlicher durchdenken musst du allerdings, welche alte URL wohin führen soll. Bei einer eingestellten Produktseite ist zum Beispiel nicht unbedingt die Startseite das beste Ziel, und auch bei einer umgebauten Kategoriestruktur reicht es nicht, einfach jede frühere URL irgendwohin umzuleiten. Bei einem kompletten Webshop-Umzug gibt es noch mehr Fehlerquellen. Wir schauen uns an, wie du diese Situationen am besten handhabst, welche Fehler du vermeiden solltest und worauf du beim Einsatz des Sellvio-Webshopsystems achten musst.
Was genau bedeutet eine 301-Weiterleitung?
Mit einer 301-Weiterleitung signalisierst du Browsern und Suchmaschinen, dass eine Webseite dauerhaft an eine andere Adresse umgezogen ist. Technisch handelt es sich um einen HTTP-Statuscode, durch den ein Besucher, der die alte URL öffnet, automatisch zur neuen Adresse gelangt. Er muss den Inhalt nicht extra suchen und bekommt auch keine Fehlermeldung zu sehen – vorausgesetzt, die Weiterleitung funktioniert korrekt.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel: In einem Webshop für Schuhe war eine Produktseite früher unter webshop.de/damen-laufschuh-2025 erreichbar, nach dem Umbau des Sortiments liegt der zugehörige Inhalt aber unter der URL webshop.de/damen-laufschuhe. Richtest du zwischen den beiden Adressen eine 301-Weiterleitung ein, landen auch die Klicks auf alte Links auf der neuen Seite. Google erfährt dabei von der endgültigen Adressänderung, was die korrekte Behandlung und Indexierung der neuen URL unterstützt.
Allerdings funktioniert nicht jede Weiterleitung gleich. Der Statuscode 301 steht für eine dauerhafte, der Code 302 dagegen für eine vorübergehende Weiterleitung. Es gibt noch eine dritte Lösung, den Code 308, der ebenfalls einen endgültigen Umzug anzeigt, dabei aber auch die ursprüngliche Methode der HTTP-Anfrage beibehält. Für die üblichen URL-Änderungen in Webshops ist meistens die 301-Weiterleitung die richtige Wahl.
Warum ist die 301-Weiterleitung aus SEO-Sicht so wichtig?
Der organische Traffic eines Webshops baut sich nicht von heute auf morgen auf. Oft stecken Jahre an Arbeit darin, dass eine Produktseite oder Kategorie gute Platzierungen in den Google-Ergebnissen erreicht. Mit der Zeit können auch Verweise von anderen Websites hinzukommen, die ihre Präsenz in der Suche weiter stärken. Wenn eine solche Seite verschwindet und du nicht für die passende Weiterleitung sorgst, landen die bisherigen Besucher schnell auf einer 404-Fehlerseite. Damit verlierst du nicht nur Käufer, sondern riskierst auch die zuvor erarbeiteten Suchpositionen.
Genau das hilft die 301-Weiterleitung zu vermeiden. Sie ermöglicht es Google, die mit der alten Seite verbundenen Ranking-Signale der neuen Webadresse zuzuordnen. Laut der offiziellen Dokumentation der Suchmaschine geht mit einer dauerhaften Weiterleitung an sich kein PageRank verloren. Eine Garantie dafür, dass die neue URL exakt dieselben Platzierungen erreicht wie die frühere, gibt es allerdings nicht. Viel hängt nämlich auch davon ab, wohin du die Besucher leitest. Wenn du zum Beispiel eine Laufschuh-Kategorie einstellst, ist es keine gute Idee, die alte URL auf eine allgemeine Bekleidungsseite umzuleiten. Google prüft auch die Relevanz des neuen Inhalts, deshalb ist es deutlich günstiger, wenn die frühere Kategorie wirklich eine passende Nachfolgeseite hat. Mit der 301-Weiterleitung versuchst du also, den bereits erarbeiteten SEO-Wert zu erhalten – doch zum Bewahren der bisherigen Platzierungen ist auch die richtige Wahl der Zielseite unverzichtbar.
Wann braucht ein Webshop eine 301-Weiterleitung?
In einem Webshop ändert sich das Sortiment von Zeit zu Zeit, Kategorien werden umgebaut, und manchmal müssen auch die URLs angepasst werden. Diese Änderungen können leicht Seiten betreffen, die bereits gute Platzierungen bei Google erreicht haben oder auf die von anderen Websites verlinkt wird. Hier kommt die 301-Weiterleitung ins Spiel, mit der du die Besucher – und die Bots – von der alten Adresse auf die passende neue Seite führst. Schauen wir uns an, in welchen Fällen du sie einsetzen solltest.
Bei der Änderung von Produktnamen und URLs
Die URL einer Produktseite setzt sich oft aus dem Produktnamen zusammen. Änderst du später die Bezeichnung, möchtest du vielleicht auch die URL anpassen. In diesem Fall musst du die Besucher per 301-Weiterleitung von der alten Adresse auf die neue Seite führen, sonst können die bisherigen Verweise schnell ins Leere laufen.
Aus SEO-Sicht ist es allerdings nicht unbedingt eine gute Idee, nach jeder Namensänderung auch die URL umzuschreiben. Nur weil ein paar neue Keywords in den Produktnamen wandern, erreicht die Seite noch keine bessere Platzierung – und die Änderung einer bereits gut performenden URL kann ein unnötiges Risiko bedeuten. Oft ist es die einfachere und sicherere Lösung, die alte Adresse zu behalten und nur den angezeigten Produktnamen zu aktualisieren.
Bei auslaufenden Produkten
Nicht jedes verschwindende Produkt musst du gleich behandeln. Eine andere Lösung ist angebracht, wenn etwas nur vorübergehend ausverkauft ist, und wieder eine andere, wenn der Vertrieb endgültig eingestellt wurde.
Die Seiten vorübergehend nicht bestellbarer Produkte solltest du in der Regel behalten. So kann der Käufer den gesuchten Artikel weiterhin finden, seine Eigenschaften sehen und sich über die voraussichtliche Verfügbarkeit informieren.
Wurde ein Produkt dagegen endgültig aus dem Sortiment genommen, prüfe, ob es eine wirklich passende Alternative gibt. Die Detailseite eines älteren Saugroboters zum Beispiel auf die Seite des Nachfolgemodells umzuleiten, kann sinnvoll sein. Dafür, denselben Besucher in die komplette Haushaltsgeräte-Kategorie zu schicken, gibt es dagegen nicht unbedingt einen guten Grund.
Wenn es keine passende Ersatzseite gibt, kann auch der HTTP-Statuscode 404 oder der die endgültige Entfernung anzeigende Code 410 die richtige Lösung sein. Das Ziel ist nicht, 404-Fehler um jeden Preis verschwinden zu lassen, sondern auslaufende Produktseiten ihrer Situation entsprechend zu behandeln.
Beim Umbau von Kategorien
Wenn das Sortiment eines Webshops wächst, muss früher oder später auch die Kategoriestruktur angepasst werden. Vielleicht legst du zwei bisherige Kategorien zusammen, teilst eine größere Produktgruppe in mehrere Teile auf oder organisierst die Navigation komplett neu. Wenn dabei alte Kategorieseiten wegfallen, solltest du die bisherigen URLs nach Möglichkeit auf die neuen, inhaltlich passenden Seiten umleiten.
Besonders vorsichtig musst du bei Kategorien vorgehen, die bereits nennenswerten Traffic aus Google gewonnen haben. Bevor du sie einstellst oder umbenennst, schau nach, für welche Suchanfragen sie Besucher bringen. Nicht unwesentlich ist auch, ob die Besucher auf der neuen Zielseite wirklich das finden, was sie vorher gesucht haben. Mit einer schlecht gewählten Weiterleitung kannst du nämlich leicht einen Teil des zuvor erarbeiteten organischen Traffics verlieren.
Beim Wechsel des Shopsystems oder der Domain
Der Umzug des kompletten Webshops ist eine deutlich komplexere Aufgabe. Im neuen System sind die URLs der Produkte und Kategorien oft anders aufgebaut, weshalb sich ein erheblicher Teil der bisher genutzten URL-Adressen ändern kann. Zieht zum Beispiel ein Shop mit mehreren tausend Produkten auf das Sellvio-System um, reicht es nicht, nur die Produktdaten, Bilder und Kategorien zu übernehmen. Auch die Zuordnung der alten zu den neuen URLs muss gelöst werden.
Ohne das kann es leicht passieren, dass in den Google-Ergebnissen noch die früheren Adressen auftauchen, die Besucher dort aber die gesuchten Produkte nicht mehr finden. Besonders gefährlich ist das bei Seiten, die zuvor über stabile Platzierungen und erheblichen organischen Traffic verfügten – denn in so einem Fall gibt es etwas zu verlieren.
Ähnliche Aufmerksamkeit erfordern der Domainwechsel, die Umstellung von HTTP auf HTTPS sowie die Vereinheitlichung von Adressen mit und ohne www-Präfix. Bei diesen Änderungen helfen die richtigen Weiterleitungen nicht nur den Besuchern bei der Orientierung, sondern spielen auch eine wichtige Rolle beim Bewahren der zuvor erarbeiteten Sichtbarkeit in der Suche.
Es ist nicht egal, wohin du die alte URL umleitest
Ein häufiger Fehler ist es, die alte URL eines eingestellten Produkts oder einer Kategorie einfach auf die Startseite des Webshops umzuleiten. Auf den ersten Blick mag das eine gute Idee sein, schließlich landet der Besucher wenigstens nicht auf einer Fehlerseite. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung ist das aber keine glückliche Lösung. Wenn Google den Eindruck hat, dass der Inhalt der neuen Seite nicht angemessen zu dem passt, was unter der alten URL zu finden war, kann es die Weiterleitung sogar als Soft-404-Fehler behandeln. Viel besser ist es, für jede wegfallende Seite die am besten passende neue Adresse zu finden. Bei einem ausgelaufenen Produkt kann das Nachfolgemodell eine gute Wahl sein, bei zwei zusammengelegten Kategorien die neue gemeinsame Kategorieseite und bei einem Blogartikel mit geänderter URL der Artikel selbst unter seiner neuen Adresse. Entscheidend ist, dass derjenige, der auf den alten Link klickt, auch auf der neuen Seite findet, was er gesucht hat – oder zumindest eine sehr ähnliche, wirklich brauchbare Alternative.
Natürlich hat nicht jede wegfallende Seite einen passenden Ersatz. In solchen Fällen solltest du die Weiterleitung nicht erzwingen, nur damit kein 404-Fehler erscheint. Eine gut gestaltete Fehlerseite, die zum Beispiel eine Suchfunktion oder Links zu den wichtigsten Kategorien anbietet, kann für den Besucher viel nützlicher sein als eine Weiterleitung auf einen völlig anderen Inhalt. Auch aus SEO-Sicht ist nicht das Ziel, dass jede alte URL unbedingt funktioniert, sondern dass die Behandlung der eingestellten Seiten logisch und auch für die Besucher sinnvoll ist.
301-Weiterleitungen im Sellvio-Webshopsystem
Bei der Suchmaschinenoptimierung eines Webshops reicht es nicht, passende Metadaten und suchmaschinenfreundliche URLs einzurichten; mit der Zeit gibt es unweigerlich wegfallende Produktseiten, geänderte Kategorieadressen oder alte Verweise, die nicht mehr funktionieren. Auch diese solltest du regelmäßig prüfen, besonders wenn sich das Sortiment des Webshops häufig ändert.
Sellvio bietet eigene SEO-Einstellungen für Produkte, Artikel und andere Inhalte, und in der Funktion zur Verwaltung individueller URLs lassen sich auch 301-Weiterleitungen anlegen. Laut der Dokumentation des Systems können einem Inhalt mehrere individuelle Webadressen zugeordnet werden. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn ein Produkt oder eine Kategorie im Laufe der Jahre mehrfach eine neue URL bekommen hat und du möchtest, dass auch die älteren Links weiterhin auf die richtige Seite führen. Bei mehrsprachigen Webshops lassen sich die SEO-Einstellungen der einzelnen Sprachversionen separat verwalten.
Beim Aufspüren fehlerhafter Webadressen kann der Menüpunkt SEO → 404 Log helfen. Dort siehst du die URLs, die Besucher aufzurufen versucht haben, unter denen aber kein Inhalt mehr zu finden ist. Im Protokoll können auch der Zeitpunkt des Zugriffs, die verweisende Seite und die Browser-Kennung erscheinen. Daraus kann sich zum Beispiel zeigen, dass eine alte Anzeige noch immer auf ein eingestelltes Produkt verweist oder dass auf einer externen Website ein Kategorielink steht, den du früher bereits geändert hast.
Sellvio bietet außerdem die Möglichkeit, dass nicht existierende Seiten eine 404-Antwort liefern oder per 301- bzw. 302-Weiterleitung auf die Startseite führen. Mit Letzterem solltest du allerdings vorsichtig umgehen. Aus SEO-Sicht ist es meist besser, für wegfallende Seiten jeweils die passende Zieladresse auszuwählen, statt jede fehlerhafte URL automatisch auf die Startseite zu schicken. Bei einem Webshop-Umzug oder einem größeren Kategorieumbau können gut eingerichtete Weiterleitungen besonders viel wert sein, denn mit ihnen lässt sich ein erheblicher Teil des zuvor erarbeiteten Suchtraffics bewahren.
Wie planst du eine größere Umleitungsaktion am besten?
Es ist keine Übertreibung zu sagen: Die Weiterleitung einiger Produktseiten lässt sich relativ einfach handhaben, bei mehreren tausend URLs braucht es dagegen eine ernsthaftere Vorbereitung. Vor allem beim Wechsel des Shopsystems, wenn sich unter Umständen die komplette Produkt- und Kategoriestruktur ändert. In so einem Fall solltest du als Erstes die alten Webadressen sammeln. Dafür eignen sich Produkt- und Kategorieexporte, die XML-Sitemap sowie die Daten der Google Search Console und des Webanalyse-Systems.
Der nächste Schritt ist die Erstellung der sogenannten Redirect-Map, in der zu jeder alten URL die passende neue Webadresse eingetragen wird. Es reicht aber nicht, die Seiten einfach anhand der Produkt-IDs zu paaren – du musst auch prüfen, ob sie wirklich denselben oder einen ähnlichen Inhalt bieten. Besonders wichtig ist das bei Seiten, die zuvor viele organische Besucher, Umsatz oder wertvolle externe Verweise gewonnen haben. Deren fehlerhafte Weiterleitung kann mit ernsten Traffic-Verlusten einhergehen.
Nach dem Livegang solltest du die Einstellungen unbedingt testen. Die alten URLs müssen mit dem Statuscode 301 weiterleiten, die Zielseiten müssen ordnungsgemäß funktionieren und indexierbar sein, typischerweise mit einer HTTP-Antwort 200. Achte auch darauf, dass die Weiterleitung möglichst direkt zur endgültigen Webadresse führt und nicht über mehrere Zwischenseiten – lange Weiterleitungsketten können das Laden unnötig verlangsamen und auch das Crawling durch Google erschweren.
Die häufigsten Fehler, die die Suchleistung verschlechtern können
Wir können mit Sicherheit sagen: Schlecht eingerichtete Weiterleitungen schaden sowohl dem Suchtraffic als auch dem Einkaufserlebnis. Ein häufiges Problem ist die Weiterleitungskette, bei der eine alte URL über mehrere Zwischenadressen zur endgültigen Seite gelangt. Das kommt vor allem vor, wenn die Webadresse eines Produkts mehrfach geändert wurde. Die überflüssigen Schritte können das Laden verlangsamen, deshalb ist es besser, wenn jede alte Adresse direkt auf die aktuelle Seite führt.
Noch unangenehmer ist die Weiterleitungsschleife, bei der zwei oder mehr URLs aufeinander verweisen, sodass der Besucher den gesuchten Inhalt am Ende gar nicht erreicht. Achte auch darauf, dass die internen Verweise des Webshops nicht auf die alten Adressen führen. Die 301-Weiterleitung ersetzt nicht die Aktualisierung der internen Links – deshalb solltest du veraltete URLs auch in Menüs, Produktempfehlungen und Blogartikeln korrigieren.
Auch die XML-Sitemap und die kanonischen URLs darfst du bei der Prüfung nicht auslassen. Die Sitemap sollte möglichst nur die aktuellen, zur Indexierung bestimmten Seiten enthalten, und die Canonical-Verweise sollten nicht auf eingestellte Adressen zurückzeigen.
Wie lange dauert es, bis Google die Weiterleitung erkennt?
Eine 301-Weiterleitung kann sofort funktionieren, in den Google-Ergebnissen zeigt sich die Änderung aber nicht unbedingt gleich. Die Suchmaschine muss die alte Webadresse erneut crawlen, die Weiterleitung erkennen und dann die neue Seite verarbeiten. Wie lange das dauert, hängt unter anderem von der Größe des Webshops und der Crawling-Häufigkeit ab. Die Änderung einiger URLs kann relativ schnell abgeschlossen sein, der Umzug eines Webshops mit zehntausenden Produkten kann aus Googles Sicht aber auch Wochen in Anspruch nehmen. In dieser Zeit können Suchpositionen und Besucherzahlen schwanken, was an sich noch keinen Fehler bedeutet. Die Daten der Search Console solltest du deshalb regelmäßig prüfen.
Google empfiehlt, die Weiterleitungen nach einem Website-Umzug mindestens ein Jahr lang aufrechtzuerhalten. Wenn auf die alten Adressen weiterhin wertvolle externe Verweise zeigen, ist es sinnvoll, sie länger – oder sogar dauerhaft – zu behalten.
Wie prüfst du, ob die Weiterleitungen in Ordnung sind?
Die einfachste Art der Prüfung ist, die alte Webadresse zu öffnen und zu schauen, ob du wirklich auf der richtigen neuen Seite landest. Das allein belegt aber noch nicht die korrekte technische Funktion, denn der Browser zeigt den HTTP-Statuscode der Weiterleitung nicht direkt an. Zur Untersuchung eignen sich Browser-Entwicklertools, HTTP-Header-Checker oder SEO-Crawling-Programme. Bei größeren Webshops lassen sich zum Beispiel mit dem Screaming Frog SEO Spider auch Weiterleitungsketten und fehlerhafte Zielseiten leicht aufdecken – die kostenlose Version ist allerdings auf eine begrenzte URL-Zahl beschränkt, bei Verdacht auf Probleme lohnt es sich daher, Expertenhilfe in Anspruch zu nehmen.
Auch die Google Search Console liefert nützliche Informationen zum Status weitergeleiteter URLs; im Seitenindexierungsbericht erscheinen die Adressen mit Weiterleitung, während sich mit dem URL-Prüftool der Indexierungsstatus einzelner Seiten kontrollieren lässt. Wichtig zu wissen: Die Kennzeichnung „Seite mit Weiterleitung“ ist für sich genommen kein Problem – bei einer korrekt funktionierenden 301-Weiterleitung ist das der natürliche Zustand.
Das 404-Protokoll von Sellvio hilft zusätzlich dabei, eingestellte oder fehlerhafte Webadressen zu erkennen, für die noch keine passende Weiterleitung existiert. Die Prüfung solltest du außerdem um die Analyse der organischen Traffic-Daten ergänzen, besonders nach dem Umzug wichtiger Produkt- und Kategorieseiten. So kannst du verfolgen, ob die bisherigen Suchimpressionen und Klicks nach und nach auf die neuen URLs übergehen und ob ein Traffic-Rückgang auftritt, der weitere Untersuchung erfordert.
Die 301-Weiterleitung schützt auch den langfristigen Wert des Webshops
Die 301-Weiterleitung mag wie eine simple technische Einstellung wirken, in Wahrheit spielt sie aber eine wichtige Rolle für die langfristige Suchleistung des Webshops. Wir alle wissen: Die in den Google-Ergebnissen erarbeiteten Positionen, die externen Verweise und der über Jahre aufgebaute organische Traffic stellen einen erheblichen geschäftlichen Wert dar, den eine unüberlegte URL-Änderung oder ein schlecht vorbereiteter Webshop-Umzug leicht gefährden kann.
Hervorzuheben ist auch, dass Weiterleitungen überlegt eingesetzt werden müssen: Nicht jede wegfallende Seite braucht eine neue Zieladresse, und auch eine Änderung des Produktnamens rechtfertigt nicht zwangsläufig eine neue URL. Bei der Entscheidung musst du vor allem abwägen, ob es einen passenden Ersatzinhalt gibt und welchen SEO-Wert die bisherige URL darstellt.
Die Möglichkeiten von Sellvio zur Verwaltung individueller URLs, die 301-Weiterleitungen und das 404-Fehlertracking bieten dafür den passenden technischen Hintergrund – besonders dann, wenn ein Unternehmen einen Webshop mit bereits erheblichem organischem Traffic auf ein neues System umzieht. Bei einem erfolgreichen Shopwechsel ist es neben dem neuen Erscheinungsbild und den modernen Funktionen mindestens genauso wichtig, dass der zuvor erarbeitete organische Traffic und die wiederkehrenden Käufer die an ihren neuen Platz gewanderten Inhalte auch finden.